STUFEN


Die Schule sollte ein (Kinder-) Garten sein, in dem optimale Bedingungen herrschen, um zu wachsen und zu gedeihen.

Karin Anderhalden

Basisstufe (4 – 8-Jährige)

Die Basisstufe der GrundacherSchule verbindet den Zweijahreskindergarten und die ersten beiden Primarklassen zu einer gemeinsamen Stufe. So kann das Kind so lange seinem Spielbedürfnis nachgehen, bis es gesättigt ist. Das Spiel ist die natürlichste, effizienteste und nachhaltigste Lernmethode für Kinder in diesem Alter. 

Sobald das Kind bereit ist, sich spielerisch mit Buchstaben und Zahlen auseinanderzusetzen, wird es von den Lernbegleiter:innen darin unterstützt. Jedes Kind darf Schritt für Schritt in seinem eigenen Tempo vorwärtsgehen und wird in seinem Lernprozess individuell begleitet. Die kindliche Neugierde und das natürliche Bedürfnis zu lernen bleiben so erhalten.

Auch kann es sich im Verlauf der Jahre in ganz unterschiedlichen Rollen erleben. Am Anfang gehört es zu den jüngsten und am Schluss zu den ältesten Kindern. So kann sich jedes Kind schon in frühen Jahren stark und eigenständig erleben.

Die Basisstufe bietet Kindern im Alter von 4 bis 8 Jahren ein pädagogisches Umfeld ohne Beurteilung und Selektion. Das handelnde, spielende, selbstwirksame und kindgerechte Lernen steht im Vordergrund. Denn alles was Kinder greifen können, können sie auch be-greifen.


Mittelstufe (9 – 12-Jährige)

Auch auf dieser Stufe arbeiten die Kinder und Jugendlichen in altersgemischten Gruppen. Eine Aufteilung in Klassen gibt es nicht. Sie arbeiten an ganz unterschiedlichen Themen und lernen individuell, aber auch viel voneinander.

Auch einen Stundenplan und Fächer gibt es an der GrundacherSchule nicht, so wenig wie Hausaufgaben und Noten. Die Erwachsenen schaffen ein anregendes Umfeld, mit vielen Lernmaterialien, Lernwelten, Fermdsprachenworkshops, Exkursionen, Lager, Inputs zu verschiedenen Themen und der Macherei.

Die Lerninhalte sind durch Kompetenzraster zugänglich. Zu einem grossen Teil entscheiden die Lernenden selbst, an welchen Themen und Zielen sie arbeiten möchten. In diesem Prozess werden sie durch die Lernbegleiter:innen unterstützt. Dabei stehen die Interessen, Ressourcen und Lerntempi der einzelnen im Vordergrund. Die Autonomie bewirkt, dass sie Verantwortung für ihr eigenes Lernen übernehmen und die Lernmotivation erhalten bleibt.

Die Projektarbeit steht im Vordergrund. Nicht Fächer geben den Rahmen vor, sondern Themen, die die Lernenden interessieren und die miteinander im Zusammenhang stehen. Dabei werden nicht nur inhaltliche, sondern auch soziale und emotionale Schwerpunkte gesetzt und die Future Skills gestärkt.

In der Mittelstufe wird auch der Übertritt in die Oberstufe ein Thema. Je nach dem wo die Schullaufbahn der Kinder hingehen soll, werden sie entsprechend beraten und unterstützt. 


Oberstufe (12 - 16-Jährige)

In dieser Stufe arbeiten die Jugendlichen ebenfalls altersgemischt, in ihrem Tempo, porektbasiert und an ihren eigenen Themen. 

Hinzu kommt, dass sie in den Berufswahlprozess kommen und sich intensiv mit ihren Fähigkeiten und Interessen auseinandersetzen. Sie machen auch die standardisierten Stellwerktests, die sie vielerorts für den Bewerbungsprozess benötigen. Zudem gehen sie oft schnuppern und schauen sich diverse Berufe an. 

Wenn die Berufsrichtung klar ist, wird vorallen darauf geachtet, dass sich die Jugendlichen in denjenigen Skills weiterentwickeln, die sie für diesen Beruf oder die weiterführende Schule benötigen. Aufgrund der Kompetenzraster können die Lernbegleitenden den Lernenden aufzeigen, welche Kompetenzen sie für die gewünschte Laufbahn benötigen. Was nicht benötigt wird oder von Interesse ist, darf auch weggelassen werden. 

Am Ende wird ein Bewerbungsdossier zusammengestellt. Dieses besteht aus passenden Auszügen aus dem Portfolio und der Kompetenzraster und aus der Einschätzung der Lernbegleitenden. Diese Einschätzung wird auf das Anforderungsprofil des schweizerichen Gewerberverbandes und der EDK übertragen.

Im letzen Schuljahr machen die Abgänger:innen ein Service-Larning-Projekt. Sie wählen eine Aufgabe, bei der sie einen Dienst an der Gesllschaft leisten können.  Beispiele gibt es hier.

Ein Notenzeugnis gibt es nur am Schluss der Schullaufbahn oder auf ausdrücklichen Wunsch eines Lehrbetriebes oder einer abnehmenden Schule. 


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